Die  letzte  Hinrichtung  in  Umstadt

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Das Verfahren im Allgemeinen

 

Nach  dem  30-jährigen  Krieg  verlor  die  früher von  den  Landesherrschaften in  Umstadt  so  stolz  gehaltene  Hochgerichtsbarkeit   "um  Hals  und  Hand" mehr  und  mehr  an  Bedeutung. Das maßgebende Gericht – es wurde meistens „Land- und Centgericht“ genannt – „hegte“ der Stadtschultheiß mit seinen 14 „Blutschöffen“  in  der  Säulenhalle  des Umstädter Rathauses. Auf dem beigefügten Foto  sieht man im Hintergrund den erhöhten „Althan" . Allerdings  war dem Gericht seine  Entscheidungsgewalt  im  Zuge  des  Ausbaus  der  Landesherrschaft weitgehend abhandengekommen. Wenn  sich  die  beiden Umstädter  Herrschaften  -  Kurpfalz  und Hessen-Darmstadt  -  auf  die  Einberufung  des Gerichts  geeinigt  hatten   (was  schon  kompliziert  genug  war),  schickte  der  Schultheiß den  Centbüttel  in  die  umliegenden  Ortschaften, der  in  althergebrachten  Formeln   "bei läutenden  Glocken"  den  Tag  verkündete, an dem  alle   "centbaren"   Bürger  sich  in  Umstadt auf  dem  Markt  einzufinden  hatten. Am  festgesetzten  Gerichtstag  sah  alles  so aus, als  fände  ein  regelgerechter  Strafprozess mit  Ankläger  ("fiscal")   und  Verteidiger   ("defensor")   statt, beides  gelernte Juristen, die  von  Darmstadt  und  Mannheim nach  Umstadt  gesandt  worden  waren. Es  war aber  alles  nur  Schein. In  Wahrheit  hatten die  Landesherrn  in  ihren  Hauptstädten 

 

 

Die Säulenhalle des Rathauses.                                                      

nach Aktenlage  die  Entscheidung  schon  längst getroffen, meist  zu  Ungunsten  der  "Peinlich Beklagten".

Angeklagt waren  häufig  Frauen  aus  den  unteren Schichten, die  unverheiratet  ein  Kind  empfangen, zur  Welt  gebracht  und  aus  Angst  vor gesellschaftlicher  Ächtung  getötet  hatten, um  ihre   "Schande"   zu  vertuschen. Wenn  die Obrigkeit  sie  erwischte, hatten  sie  keine Gnade  wegen  ihrer   "hurerey"   zu  erwarten. Der Mann  dagegen, der  sich  der   "fleischlichen Vermischung"   schuldig  gemacht  hatte, war entschieden  besser  dran, auch  wenn  im  Einzelfall  viel  dafür  sprach, daß  er  mit  der Tötung  einverstanden  war  und  sie  gar  gefördert  hatte. Wenn  er  überhaupt  belangt  wurde, war  die  Sache  in  der  Regel  mit  einer "kirchenbuß", abgetan. Er  hatte  seinen Fehltritt  öffentlich  in  der  Kirche  vor versammelter  Gemeinde  einzugestehen. Die Justiz  kümmerte  sich  nicht  um  ihn.

 

Das Verfahren gegen die "Moßerin"

 

Der  Fall der  Barbara  Weiland  aus  dem  Jahr  1654, der seinerzeit  in  Umstadt  einiges  Aufsehen erregte   (früherer Beitrag  des  Verfassers)   ist  dafür  ein  gutes  Beispiel.

Rund hundert Jahre später – 1752 – geriet  die  in  Groß-Zimmern  wohnende Barbara  Moßerin  und  ihre  Mutter  Anna Margarete Wortigin (der heutige Name ist Wörtche) in  die  Mühlen  der  Justiz. Barbara  sollte  die  letzte  Person  sein, die der  Umstädter  Scharfrichter  hinrichtete.

 Sie war  von  einem  unbekannten  Mann  in  Groß-Zimmern  geschwängert  worden. Als  die  Geburt nahte, machte  sie  sich  mit  ihrer  Mutter  nach Münster  auf, wahrscheinlich  um  die  Tat besser  vertuschen  zu  können. Über  die  Einzelheiten  der  Mordtat  gibt  es  keine  Aufzeichnungen  mehr. Jedenfalls  bekam  der  Zimmerner  Centkorporal  Hottes, der im Namen der Herrschaften für  Recht  und Ordnung  zu  sorgen  hatte, von  unbekannter Seite  einen  Hinweis, worauf  er  sich  in  der Nacht  mit  acht  Mann  Begleitung  nach  Münster auf  den  Weg  machte. Dort  nahm  er   "die Moßerin"   und   "die  Wortigin" fest, wie  man  die Frauen  abschätzig  nannte. Dafür  erhielt  er  später  aus  der  Umstädter  Centkasse ein   "Fanggeld"  von  einem  Gulden.Zu  ersten  Ermittlungen  zog  Hottes  eine Hebamme  und   "weitere  Besichtungsweiber" hinzu. Dann  brachte  er  die  beiden  Frauen nach  Umstadt, wo  man  sie  in  das  Gefängnis  im Steinbornstorturm  einsperrte. Über  ihre Schuld  sollte  nun  im  Inquisitionsverfahren, entschieden  werden. Klischeevorstellungen von  mehr  oder  minder  spektakulären  Strafprozessen  in  früheren  Jahrhunderten  meinen, damals  sei  nicht  viel  Federlesens  und  ohne große  Umstände  -  notfalls  mit  der  Folter  - "kurzer  Prozeß"   gemacht  worden. Die  alten Urkunden  und  Akten  sprechen  jedoch  eine andere  Sprache. Dies  gilt  auch  im  Fall  der Moßerin. Obwohl  die  Beschuldigte  die  Tat nicht  abstritt  und  angesichts  der  Umstände auch  gar  nicht  abstreiten  konnte, setzten die  Behörden  ein  aufwendiges   Ermittlungsverfahren  in  Gang. Der  Umstädter  Stadtphysicus Doktor  Hoffmann  und  der  "chirurgus"   Engau obduzierten  mit  den  Gehilfen  Kern  und  Meinhard   (beide  waren  von  Beruf  Barbier)   die Leiche  des  Kindes. Stadtschultheiß  Sturmfels, Oberbürgermeister  Schell  und  Stadtrat Poth  vernahmen  verschiedene  Personen  aus Münster  als  Zeugen. Dabei  fand  eine  Gegenüberstellung  mit  den  beiden  beschuldigten Frauen  statt. Über  den  Stand  der  Ermittlungen  erstellte  der  Schreiber  einen  Bericht, den  der  Amtsbote  

einen  Bericht, den  der  Amtsbote  am  17. 12. 1752  nach Darmstadt  brachte

 

 

Die Ermittlungen

 

Währenddessen  warteten die  beiden  Frauen  im  Gefängnis  auf  den Entscheid  der  Landesherrn.

Man  kann  nicht sagen, daß  sie  in  ihrer  Gefangenschaft schlecht  versorgt  wurden. Im  Urkundenbuch zur  Centrechnung  1752, das  im  Umstädter Stadtarchiv  aufbewahrt  wird, sind  die  dafür entstandenen  Kosten  penibel  aufgeführt. Sie bekamen  täglich  eine  Mahlzeit  mit  Suppe, Gemüse  und  Fleisch, weiterhin  für  2  albus (Weißpfennige) Brot  und  ein  Schoppen  Wein, Öl  zur  Beleuchtung  und  ein  paar  Bündel  Stroh  für  das Nachtlager. Barbara  Moßerin  erhielt  in  der ersten  Zeit  als   "Kindbetterin"   zur  Kräftigung   "acht  Weinsuppen  mit  Gewürz".

Als  das  Jahr  1753  anbrach, wartete  die Bevölkerung  ungeduldig  auf  den  Fortgang  des Verfahrens. Am  12. 01. 1753  trafen  sich  alle Centdeputierten   (Vertreter  der  Stadt  und alle  CentSchultheißen  der  Centdörfer)  und baten  die  Beamten   "um  Beförderung  der  Angelegenheit  wegen  der  beiden  Weibspersonen. " Am  06. 02. 1753  verfaßten  sie  ein   "memoriale", das   sie  dem  pfälzischen  Beamten  von  Wreden mit  auf  den  Weg  nach  Mannheim  gaben. Als  die Akten  von  dort  nach  Darmstadt  gesandt  wurden, schickten  die  Deputierten  zwei  Abgesandte  dorthin, um  auf  baldige  Entscheidung zu  dringen. Man  hatte  Erfolg.

 

Das Urteil

 

Am  26. 02. 1753  traf  das   "Urteil  beiderseits Herrschaften"  in  Umstadt  ein. Es  lautete  auf den  Tod  durch  das  Schwert, die  seinerzeit übliche  Bestrafung  für  Kindsmörderinnen.

Alle  Deputierten  kamen  wiederum  nach  Umstadt, um  über  den  weiteren  Fortgang  zu beraten. Stadtschultheiß  Sturmfels  und Bürgermeister  Schell  spendierten  jedem  der herrschaftlichen  Beamten   "auf  die  erfreuliche  und  längst  erwünschte  Hinrichtung  der Kindsmörderin  Anna  Barbara  Moserin"  auf Kosten  von  Stadt  und  Cent   "eine  gute  Flasche Wein  von  2   1/2  maaß"  und  einen  "guten  mürben Kuchen", gebacken  von  Leonhard  Frieß. Das Ratsmitglied  Johann  Georg  Hundt   "verkündigte"   der  Verurteilten  den  Tod. Am  25. 04. 1753, einem Mittwoch,    sollte  die  Hinrichtung  auf  dem Markt  in  Umstadt  stattfinden.  

 

Sechs  Tage davor, am  19. 04. 1753, kam  Barbara, bekleidet mit  einem  besonders  angefertigten  ausgeschnittenen   ("decollierten")  Hemd, in  das "Arme-Sünder-Stübgen", das   für  die  Todeskandidaten  reserviert  war. Man hate dafür einen kleinen Raum im Rathaus hergerichtet. Dort  erhielt  sie jeden  Tag  eine  Weinsuppe  und  einen  Schoppen Wein  mit  Weck. Am  Tag  vor  der  Hinrichtung reichte  man  ihr  zusätzlich  Branntwein, am Morgen  des  Hinrichtungstags  ein   "Maß  alten Weins".

 

Die Hinrichtung wird vorbereitet

 

Zu  dieser  Zeit  waren  bereits  die  Deputierten aus  den  Dörfern  der  Cent  in  Umstadt  eingetroffen. Es  waren  u. a. die  Schultheißen  Adam Beckenhaub  aus  Klein-Umstadt, Nikolaus  Haas aus  Richen, Conrad  Georg  aus  Semd, Jacob Hoffmann  aus  Brensbach  und  Peter  Lippert  aus Amorbach. Die  Herren  übernachteten  in  der Krone  am  Markt  bei  Johann  Nicolaus  Emrich. Sie  sollten  am  nächsten  Tag  zusammen  mit Oberbürgermeister  Georg  Adam  Weber, den Ratsmitgliedern  Johann  Georg  Hundt  und Johann  Nicolaus  Emrich  unter  dem  Vorsitz  des Stadtschultheißen  Sturmfels  als   "Blutschöffen"   ihres  Gerichtsamts  walten. Der  Zimmermann  Johannes  Keller  hatte  für  sie  bereits den   "Gerichtsstuhl"  aufgeschlagen.

 Es  ist  nicht  übertrieben, den  Hinrichtungstag  für  Umstadt  und  Umgebung  als  ein  großes Fest  zu  bezeichnen. Die  Centdörfer  ordneten offiziell   26   Schützen, Amts-  und  Centkorporale  ab, die  auf  Weisung  des  Stadtschultheißen  mit  Wein  und  Weck, gebacken  vom Bäcker  Bernhard  Frieß, versorgt  wurden. Die Bevölkerung  strömte  aus  der  ganzen  Cent  und ihrer  Umgebung  nach  Umstadt  auf  den  Markt, um  sich  das  Schauspiel  nicht  entgehen  zu lassen. Zum  festgesetzten  Zeitpunkt  holte der  Scharfrichter  Johann  David  Klotz, über dessen Stand wir an anderer Stelle schon mehr erfahren haben, Barbara Moserin  aus  dem   "Arme-Sünder-Stübgen"   im Steinbornsturm  ab  und  führte  sie  -  mit geistlicher  Begleitung  -  zu  ihrem  letzten Gang  auf  den  Markt. Ihrer  unglückseligen Mutter, die  in  der  Nähe  im  Gefängnis  saß, blieb  dies  alles, was ihrer  Tochter  widerfuhr, natürlich  nicht verborgen. Im  verharmlosenden  Bürokratendeutsch  heißt  es  in  den  Urkunden, sie  sei "etwas  unpaß"   gewesen, weshalb  man  ihr  eine Fleischsuppe  und  einen  Schoppen  Wein  zusätzlich  gebracht  habe.

 

Die Vollstreckung

 

Unterdessen  war  der  Scharfrichter  mit Barbara  Moserin  auf  dem  Marktplatz  angelangt, wo  sich  eine  große  Menschenmenge eingefunden  hatte. Die   "Blutschöffen", gekleidet  in  dunkle  Mäntel, hatten  auf eigens  gefertigten  Stühlen  Platz  genommen. Sie  waren  durch  Schranken   (die   "Schranken des  Gerichts")  von  dem  gemeinen  Volk  abgetrennt. Der  Stadtschultheiß  Sturmfels  saß stolz  zu  Pferde. Er  hatte  als  Gerichtsvorsitzender  die  Oberaufsicht  über  das  Geschehen. Eine  Wachmannschaft  von  18  Männern sorgte, wenn  nötig, für  Recht  und  Ordnung. Außerdem  war  an  der  Hinrichtungsstätte  eine Abordnung  der  Umstädter  Schützen  postiert. Dann  kam  die  schwerste  Stunde  für  die  Verurteilte. Sie  hatte  auf  dem   "eichenen  Stuhl" Platz  zu  nehmen, der in der Nähe des Biets stand. . Nachdem  sie  geistlichen Zuspruch  erhalten  hatte, schlug  ihr  der Scharfrichter  mit  seinem  Richtschwert, den Kopf  ab, der  in  den  vor  dem  Stuhl  aufgeschütteten  Sand  fiel.

Nach  der  Hinrichtung  legte  man  die  Leiche  - bekleidet  mit  einem  weißen  Totenhemd, weißen Strümpfen  und  einer  weißen  Haube  -  in  einen bereitgestellten  Sarg. Den  brachte  der Scharfrichter  mit  großem  Gefolge  zum Dieburger  Tor  hinaus  auf  den  "Armensünderweg"   zum  Platz  des  Galgens. Heute  steht  an dieser  Stelle  der  Aussiedlerhof  Münch  an  der B  45. Dort  wurde  Barbara  Moserin  -  wie  alle in  Umstadt  Hingerichteten  -  begraben. Auf dem christlichen Friedhof vor der Stadt war kein Platz für die „Sünderin“.

 

Das Nachspiel

 

Zuvor  war  es  noch  im  Gedränge  der  nachfolgenden  Leute  zu  einem  schweren  Unfall  gekommen. Ein  Dieburger  Bürger, der  nach  Umstadt  zur Hinrichtung  geritten  war, hatte  am  Dieburger Tor  die  Herrschaft  über  das  Pferd  verloren, das  im  Gedränge  wild  wurde  und  eine   "Weibsperson  aus  Spitzaltheim"  über  den  Haufen rannte. Sie  war  schwer  verletzt  oder  gar tot. Die  Wachmannschaft  nahm  den  Dieburger fest  und  übergab  ihn  dem  Schultheißen. Dann kehrten  alle  18  Mann  im  Gasthaus  zum Schwanen  ein, das  auf  dem  Weg  lag, und zechten  dort  tüchtig. Der  Vorfall  ist  in  den Akten  vermerkt, weil  der  Gastwirt  Georg Heinrich  Mohr  später  seinem  Geld  nachlaufen und  den  Schultheißen  zur  Zahlung  mahnen musste.

Kaum  war  Barbara  Moßerin  unter  der  Erde, schon  waren  die  Centdeputierten  ungeduldig wegen  des  Schicksals  der  im  Steinbornstorturm  einsitzenden  Mutter. Gleich  am  folgenden  Tag   (28. 04. 1753)  baten  Abgesandte  der Cent  das  Oberamt  um  "Beförderung  der  Sache wegen  der  Wortigin. "  Alles  ging  ihnen  zu langsam. Sie  erinnerten  auch  in  den  folgenden  Wochen  die  Beamten, die  Angelegenheit  zu einem  Abschluss  zu  bringen. Außerdem  war  noch ein  weiteres  Problem  zu  lösen: Barbara  hatte einen  kleinen  Sohn  zurückgelassen, dessen man  sich  annehmen  musste. Hierüber  verfassten die  eifrigen   "Deputierten"  am  19. und 26. 06. 1753  ein  "memoriale", das  leider  nicht erhalten  ist.

Nicht  lange  danach, am  05. 07. 1753, konnte unter  die  Angelegenheit  ein  Schlußstrich gezogen  werden. Der  Scharfrichter  und  eine Abordnung  von  Stadt  und  Cent  führten  die Mutter  der  Hingerichteten   (wie  es  in  einer Urkunde  zu  einem  ähnlich  gelagerten  Fall heißt)   "über  den  Markt  durch  die  Stadt  und Vorstadt  und  weiter  den  Dieppurger  weg hinaus  gegen  das  Gericht  zu   (damit  ist  der Galgen  gemeint)   biß  an  den  Steg, da  der  Pfad uff  Semd  zugehet". Dort  wurde  sie   "beider höchst  und  hochgedachten  gnädigen  Herrschaften  Landschaften  und  Gebieten  immer  und ewiglich  verwiesen  und  verschwohren". Ob  man die  alte  Frau, wie  in  anderen  Fällen  der Landesverweisung  zuvor, "eine  halb  stundt" an  den  Pranger  auf  dem  Markt  stellte  und  sie dann   "mit  ruthen  ausstrich", ist  nicht belegt. Vielleicht  -  wir  möchten  das  hoffen -  ersparte  man  ihr  dies. Über  ihr  weiteres Schicksal  ist  nichts  bekannt. Die  Deputierten  versammelten  sich, nachdem sie  in  die  Stadt  zurückgekehrt  waren, in  der Krone  am  Markt   zum  üblichen  Verzehr  auf Kosten  der  Cent. Sie  ahnten  nicht, dass  sie wegen  eines  solchen  Anlasses   zum  letzten  Mal zusammensaßen. Der  Centverband  verlor  bis  zu seiner  Auflösung  im  Jahr  1821  immer  mehr  an Bedeutung. Der  Scharfrichter  hatte  in  Umstadt  nichts  mehr  zu  tun. Er  blieb  nur  noch Wasenmeister. Der  Galgen  vor  den  Toren  der Stadt  verfiel. An  ihn  erinnert  heute  nur noch  ein  Flurname.